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Ratgeber: Wandern im Bayerischen Wald 2022 - Touren und die richtige Ausrüstung

Sie planen eine Wanderung im Bayerischen Wald? In unserem Ratgeber geben wir Tipps zum Wandern ✓ Wanderkarten ✓ und Ausrüstung ✓ ➔ Jetzt lesen!

Mein Gipfelglück: Der Blick schweift in die Ferne, Waldwoge steht hinter Waldwoge. Die Sonne kitzelt im Gesicht. Zufriedenheit. Du genießt den Blick in die Ferne von einem der über 100 Gipfel im Bayerischen Wald. Das ist Gipfelglück pur. Diese großartige Aussicht läßt Dich nicht mehr los. Jetzt hat Dich das Wanderfieber im Bayerischen Wald erwischt.

Inhaltsverzeichnis


So oder ähnlich ergeht es den Wanderbegeisterten, Besuchern und Urlaubsgästen bei einer Wanderung zu einem der zahlreichen Gipfel und Aussichtspunkte im Bayerischen Wald.
Ein schier endloses Waldmeer mit sanften Erhebungen bis hin zu hohen Bergrücken, dazwischen vereinzelte kleine Bergseen. Die meisten Gipfel erheben sich bis über 1000m über den Meeresspiegel. Der Bayerische Wald, auch gerne von Besuchern und Urlaubern „Bayerwald“ genannt, erstreckt sich auf runden 6.000 Quadratkilometern zwischen dem Fluß Donau, dem Böhmerwald in Tschechien und der Grenze zu Österreich.

Wandern hat sich bei allen Altersgruppen mittlerweile zu einem absoluten Outdoortrend entwickelt. Ob alleine, zu zweit, oder in der Gruppe: Die reizvolle Natur und die gesunde Luft sind nur ein Teil der Facetten, welche der Bayerische Wald bieten kann. Die Region rund um das Herz des Bayerischen Waldes, der Nationalpark Bayerischer Wald, ist attraktiv für Urlaub mit Kindern, der Familie oder allen Erholungsuchenden. Die besondere Weite der Wälder strahlt Ruhe aus, gibt Kraft, die weitreichenden Wanderwege bieten für sehr viele Ansprüche ein passendes Angebot. Einen Überblick für verschiedene Touren und die richtige Wanderausrüstung im Bayerischen Wald möchte ich hier aufzeigen:

Blick in den Bayerischen Wald

Ein wunderschöner Ausblick bietet sich dem Wanderer vom Gipfel des Königs des Bayerischern Waldes: Der Große Arber  

Wandertouren im Bayerischen Wald zu beliebten Zielen:

Ausgesuchte Wandertouren haben wir Euch hier zusammengestellt: 

Wandern zum großen Arber - Der König des Bayerischen Waldes

Die größte Erhebung der Mittelgebirge im Bayerischen Wald ist der Große Arber. Als König des Bayerischen Waldes wir er auch oft betitelt. Zu Recht, denn am höchsten Punkt des Bayerwaldes hat man eine perfekte Sicht in alle Himmelsrichtungen. An Tagen mit Fönwetterlage geht der Blick bis in die Alpen, hinweg über die einzigartigen Waldwoogen des Bayerischen Waldes oder weit hinein in Richtung Šumava, dem Böhmerwald. Der Gipfel ist über verschiedene Wege zu erlangen: Eine Gondel führt von der Talstation der Arberbergbahn bis knapp unter den Gipfel. Die letzten Meter sind zu Fuß zu bewältigen. Feste Schuhe sind auch hier empfehlenswert, da der Weg bis zum Gipfel an der einen oder anderen Stelle auch etwas steiler ist.

Besonders markant am Großen Arber sind die beiden Radarkuppeln zur Luftüberwachung der Bundeswehr. Ein attraktiver Weg zum Großen Arber führt vom Großen Arbersee über die Brennesfichte zum Gipfel. Dieser Weg ist anfangs geschottert und über die Hälfte vom Weg ist unbefestigter Wanderweg. Als Geheimtipp für besonders schöne Momente für Wandertouren auf dem Großen Arber gelten der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang. 

 Blick zum Großen Arber - König vom Bayerischen Wald

Eine Bank lädt zum Verweilen mit einem fantastischen Blick Ausblick zum Großen Arber. Gut zu erkennen: Die beiden charakteristischen Radarkuppeln.

Touren rund um den Großen Arber:

 

Natur und Urwald erleben am Großen Falkenstein

Der Große Falkenstein liegt mitten im Kerngebiet des Nationalpark Bayerischer Wald. Seit über 50 Jahren existiert der Nationalpark Bayerischer Wald. Das besondere an diesem Gebiet: Im Kerngebiet des Nationalparks wird die Natur sich selbst überlassen. Tiere und Pflanzen können sich ungestört von menschlichen Einflüssen entwickeln. Viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen, Tiere und Pilze sind hier in diesem geschützten Gebieten in ihrem natürlichen Lebensraum noch zu finden. Im Gebiet um den Großen Falkenstein entstanden bereits vor über 200 Jahren Schutzgebiete. Dank dieser Schutzgebiete und dem Nationalpark stehen dort immer noch Urwaldreste und diese zählen auch zu Europas bedeutendsten und ältesten Schutzgebieten.

Gipfelkreuz Großer Falkenstein

Das Gipfelkreuz vom Großen Falkenstein. Die Glaskugel im Gipfelkreuz unterstreicht die regionale Verbundenheit zum Glas. Der Bayerische Wald rund um Zwiesel hat eine große Glastradition. Foto: Michael Pscheidl

Inmitten dieser faszinierenden Schutzgebiete erhebt sich auf 1315m der Große Falkenstein. Gerade die Wege durch diese unberührte Natur machen die Wanderung zum Gipfel zu einem absoluten Erlebnis. Vom Großen Falkenstein aus erblickt man andere große Gipfel im Bayerischen Wald: Großer Arber, Großer Osser und der Große Rachel. Etwas unterhalb vom Gipfel des Großen Falkensteins liegt der Gipfel des kleinen Falkensteins. Fast etwas versteckt ist der Zugang zum Gipfel vom kleinen Bruder des Großen Falkensteins. Mit etwas Klettergeschick ist dieser Gipfel leicht zu erreichen, eine Kletterausrüstung ist nicht notwendig bei dem kurzen Stück auf dem Gipfelfelsen. Belohnt wird man mit einer großartigen Aussicht über den Bayerwald in Richtung Zwiesel.

Unterhalb vom Gipfelfelsen des Großen Falkenstein wird man vom neu erbauten Schutzhaus begrüßt. Die regionale Küche lädt ein zu einer verdienten Stärkung nach dem Aufstieg. Der Ausblick von der Terrasse des Schutzhauses oder auch der Blick aus dem großen Panoramafenster der gemütlichen Gaststube läßt einen entspannen und den einen oder anderen Moment vergessen. Bei optimalen Wetterbedingung reicht der Fernblick bis zum Watzmann.


Die Schachten, historische Weiden

Für viele sind die Schachten ein großes Highlight bei den Wanderungen im Bayerischen Wald. Die Schachten sind ehemalige Viehweiden in den Höhenlagen, welche ab dem 16. Jahrhundert schon von Rindern beweidet wurden. Erst um 1800 wurde die Schachtenfläche durch weniger Vieheinsatz verkleinert. Spät, im Jahre 1963, wurden die letzten Weideschachten aufgegeben. Im Bereich  Großer Arber wird noch das Vieh auf die Schachten getrieben. Im Kerngebiet vom Nationalpark Bayerischer Wald wurden in den letzten Jahren wieder kleinere Flächen zu Versuchszwecken im Sommer mit Rindern besetzt.

Rund um den Großen Falkenstein finden sich noch viele ehemalige Weideflächen (Schachten). Ruckowitzschachten, Sulzschachten, Bampferfleck, Albrechtschachten und Lacka. Im Bereich der Ortschaft Buchenau finden sich Steinschachten, Lindbergschachten, Distlruck und Wiesfleckschachten. 

Schachten am Großen Falkenstein

Ein typisches Bild für die seit langem verlassenen, aber noch vorhandenen historischen Weidewiesen: Die Schachten.

Bei der Trinkwassertalsperre in Frauenau gibt es Verlorener Schachten, Hochschachten, Almschachten Hintere Sulz und Vordere Sulz. Weitere Schachten gibt es noch im Rachelgebiet.

Diese historischen Weideflächen laden ein zum Verweilen und zum Beobachten der Natur. Entspannung und Ruhe strahlen diese wundervollen Orte aus. Die vereinzelten alten, durch die rauere Witterung beeinflußten Bäume sind schon seit vielen Jahren bei Naturliebhabern beliebte Fotoobjekte.


Alpakawanderungen - Rund um Oberfrauenau mit den friedliebenden Kamelen aus den Anden

Eine Begegnung mit Alpakas ist eine Begegnung mit Tieren der besonderen Art! Ein ruhiges Wesen, große Kulleraugen, Intelligenz und ein sanfter Charakter macht diese wunderbaren Tiere nicht nur für Kinder zu einem besonderen Begleiter für dieses Wandererlebnis. Gemütliches Wandern mit diesen außergewöhnlichen Tieren in einer wunderschönen Umgebung. 

Alpaka

Das Alpaka "Paula" schaut zufrieden nach einem Bad im frischen Heu. Foto: Elke Haase-Sporrer

Die Ruhe des Waldes, das zurückhaltende Wesen der Alpakas und die Bewegung an der frischen Luft bewirken einen hohen Entspannungswert bei dieser besonderen Wanderung

 

Erlebniswanderwege - Kinder lernen spielerisch den Wald kennen

Der Bayerische Wald ist ein optimaler Ort für Urlaub mit Kindern. Es gibt viel zu entdecken und dabei kann man auch spielerisch viel über den Wald und seine Bewohner lernen. Ein sehr beliebter Kinder-Lehrpfad ist die Ameisenstraße in Bodenmais: Eine übergroße blaue Ameise weist Euch schon den Weg zum Parkplatz an der Ortsumgehung in Bodenmais. Der Fußweg ist kindgerecht ca. 1km lang, kinderwagentauglich und es sind verschiedene Routen wählbar. Auf den vier verschiedenen Wegen sind 27 Stationen aufgebaut, welche zum Lernen und Spielen auffordern. 

Der Wald, die Erlebniswanderwege laden sofort zum Spielen und Lernen ein.

Ein weiteres Highlight für Kinder ist der Woid Woife Weg ebenfalls in Bodenmais, am Silberberg. Der ca. 1,5 km lange Weg zeigt das Zusammenspiel von Tieren, Pflanzen und Menschen auf. Der Weg ist einem Bodenmaiser Original gewidmet, dem Woid Woife. Wolfgang Schreil (Woid Woife) wurde bekannt durch sein bewusstes und nachhaltiges Leben als Wanderführer. Dem Naturmenschen wird eine besondere Gabe nachgesagt: Als Wildtierflüsterer findet er den Zugang zu den Tieren. Auftritte in Funk und Fernsehen, wie in der Kinderserie „Anna und der wilde Wald“ (BR/KIKA), machten den Woid Woife ebenso bekannt. 12 Stationen laden kindgerecht zum Spielen, Erleben und Lernen ein. 

 

Šumava - Der Böhmerwald

Der Böhmerwald schließt unmittelbar an den Nationalpark Bayerischer Wald auf der Tschechischen Seite an. Der tschechische Nationalpark Šumava ist mehr als doppelt so groß wie der Nationalpark Bayerischer Wald. Beide zusammen bilden das größte und älteste zusammenhängende Waldgebiet Europas. Im Böhmerwald finden sich viele Ruinen, Burgen und Schlösser. Grenzenloses Wandern ist mittlerweile seit Fall des Eisernen Vorhanges kein Problem mehr. Die Landesgrenze von Deutschland zu Tschechien ist mit blau-weißen Säulen markiert. Empfehlenswert ist es immer die Ausweispapiere mit sich zu führen. Einen wunderbaren Ausblick von der Landesgrenze in die Natur Tschechiens kann man bei einer Wanderung zum Zwercheck (auf deutscher Seite) erleben. Naturkino pur. Bänke laden ein zum Verweilen, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen und die Natur auf sich wirken zu lassen. 

Der Böhmerwald - Sumava

Die Weite des böhmischen Nationalparks Šumava läßt sich von einem der zahlreichen Aussichstpunkte oder Gipfeln nur erahnen.

  

Wildnis mit Kindern erleben - Haus zur Wildnis

Einen Wolf heulen hören und beobachten. Urrinder, Wildpferde und Luchse in Ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Eine Steinzeithöhle entdecken und bei schlechtem Wetter den Wurzelweg im Haus zur Wildnis erkunden. Natur erleben, neugierig sein, Tiere beobachten und noch vieles mehr bietet das Haus zur Wildnis in Ludwigsthal. Auch bei schlechtem Wetter ist das Haus zur Wildnis eine Empfehlung: Kaffee und Kuchen werden im Haus  und auf der großen Terrasse bewirtet und die Kinder können die aufwändig aufbereiteten Bereiche indoor erkunden und bespielen. 

Wanderkarten und Wanderrouten zum Download

Welcher Wanderweg ist mit welchem Symbol markiert? Die Übersicht Wanderwege zur Wanderkarte der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald gibt Dir die Antwort.

  

Was ist die richtige Wanderausrüstung?

Die richtige Ausrüstung zum Wandern schützt Dich und sorgt für mehr Wohlbefinden bei der Bewegung. Das Wetter kann auch mal unberechenbar sein: Aus Sonnenschein wird ein Platzregen, der Boden wird rutschig, die Kleidung nass, man beginnt leicht zu frieren und eine Erkältung droht durch den zusätzlich aufkommenden Wind. Mit der richtigen Bekleidung und Ausrüstung zum Wandern stellt das meist kein Problem dar. Viele Fragen stellen sich für Neueinsteiger zum Thema Wandern:

  • Was ist die richtige Wanderausrüstung? 
  • Warum brauche ich zum Wandern im Bayerischen Wald die richtige Ausrüstung? 
  • Was ziehe ich zum Wandern an? 
  • Wie müssen Wanderschuhe passen?
  • Tragehelfer: Rucksack und Wanderstöcke - Brauche ich Wanderstöcke?

 

Was ist sinnvoll zum Wandern anzuziehen bzw. Welche Ausrüstung nehme ich zum Wandern mit?

Beim Wandern kann man schnell ins Schwitzen kommen. Hier ist es sehr wichtig auch gut funktionell aufeinander abgestimmte Kleidung zum Wandern zu tragen. Auf gute Wanderschuhe achten und den Wanderrucksack nicht vergessen.

 

Warum gibt es Funktionskleidung?

Die Haut gibt bei erhöhter körperlicher Betätigung oder höherer Aussentemperatur Feuchtigkeit in Form von Schweiß ab. Das ist meist kein Problem, nur bei höherer Schweißmenge kann das unangenehm werden. Die Kleidung klebt auf der Haut, bei Wind fühlt sich die feuchte Kleidung kalt an, kurz: es ist unangenehm. Damit der Schweiß von der Haut aufgenommen werden kann und weitergeleitet wird in die nächste Kleidungsschicht, gibt es funktionelle Outdoorbekleidung.

Die modernen Sportfasern, meist aus Synthetik wie Polyester, Polypropylen, Fasermischungen oder auch Merinowolle als Naturprodukt haben die Eigenschaft, dass der Schweiß von der Haut aufgenommen und weitertransportiert wird an die Oberfläche des Textils. Z.B. bei einem T-Shirt aus Polyester wird der Schweiß von der Haut aufgenommen und an der Oberfläche des T-Shirts weiter verdunstet. Die Faser kann selber so gut wie keine Feuchtigkeit innerhalb der Faser speichern. Tierische Wolle wie Merinowolle macht da eine kleine Ausnahme, da diese Wolle bis zu 40% Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne sich nass anzufühlen. Auch stellt sich hier das Problem mit dem Hitzestau nicht, da die Fasern nicht so stark quellen wie die pflanzliche Baumwolle. Weitere nützliche Eigenschaft von Merinowolle ist die Antibakterielle Wirkung: Die antibakterielle Eigenschaft verhindert das Vermehren von geruchsbildenden Bakterien im Textil. Immer ein frisches Tragegefühl.

 

Warum soll ich keine Baumwolle zum Sport Tragen? 

Nun, die Baumwolle hat viele sehr gute Eigenschaften: Baumwolle trägt sich angenehm auf der Haut, ist ein Naturprodukt und ist meist günstig zu kaufen. Doch hat Baumwolle auch eine für den Sport negative Eigenschaft: Die Baumwolle als Naturfaser kann Feuchtigkeit aufnehmen durch Ihre Fasereigenschaft: Das Lumen (das Innere der Baumwollfasern) nimmt Feuchtigkeit auf und speichert diese wie ein kleiner Schwamm. In der Eigenschaft des Feuchtigkeitspeicherns liegt auch das Problem der Baumwollfaser: Die Feuchtigkeit wird nicht an die Oberfläche des Textils zur Verdunstung weitertransportiert, sondern innerhalb der Faser gespeichert. Das führt auch dazu, dass die Faser aufquillt.

Das Baumwollshirt wird dadurch schwerer, das Gestrick quillt etwas auf, die Abstände der Fasern und Fäden untereinander verdichten sich sehr stark und es fühlt sich unangenehm nass an. Im Sommer bei sehr heißen Temperaturen kann das auch zu einem Hitzestau führen, da die körpereigene Klimaanlage nicht richtig funktioniert: der von Haut abgegebene Schweiß soll die Haut und somit den Körper durch Verdunstungskälte kühlen. Das aufgequollene Baumwolltextil verhindert das Verdunsten von Feuchtigkeit zur Kühlung des Körpers.

 

T-Shirt/ Wanderbluse/ Wanderhemd:

Ein Oberteil aus funktioneller Sportfaser trägt sich sehr angenehm, ist schnelltrocknend und knittert auch wenig. Es gibt für Herren und Damen Wanderhemden/ Wanderblusen als Kurzarm als auch als Langarm. Im Sommer ein Langarmoberteil?Ja! Eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist die UV-Strahlung beim Wandern. Die funktionelle Wanderbekleidung ist meist mit einem höheren UV-Schutz ausgestattet. Das heißt, das Gewebe ist besonders dicht gestaltet, damit die UV-Strahlung nur deutlich geringer das Textil durchdringt. Die Produkte sind meist auch gekennzeichnet mit einem UV-Schutz-Index. Z.B. UPF30 bedeutet um 30% reduzierte UV-Durchlässigkeit bei UPF50 sind es entsprechend 50% weniger UV-Strahlen welche durch das Textil an die Haut gelangen. Bei Kurzarm nicht vergessen: Sonnencreme auftragen! Der Schweiß auf der Haut kann wie ein Verstärker für die UV-Strahlung dienen und somit entsteht schneller ein Sonnenbrand! Auch im Sommer gibt es von den Outdoorspezialisten Unterwäsche zum Sport. Diese sorgt für ein noch angenehmeres Tragegefühl beim Sport und schützt den Körper.

Ein Praxistip: Nimm ein zweites Shirt mit zum Wandern. Am Gipfel das Hemd wechseln schafft gleich ein viel angenehmeres Gefühl und die Gefahr sich zu erkälten nimmt deutlich ab. Wenn du das Shirt/ die Bluse oder das Hemd zusammenrollst, verknittert es sehr wenig im Rucksack und spart Platz. Eine leichte Jacke als Windstopper mach die Rast am Gipfel noch angenehmer. Ein Outdoorhandtuch aus Kunstfaser mit kleinem Packmaß ist ein wichtiges Accessoire: Der Schweiß läßt sich schnell von der Haut abtrocknen und das Handtuch trocknet auch extrem schnell wieder.

 

Eine ideale funktionelle Wanderhose sitzt perfekt, ist schnelltrocknend und aus robusten Material.

Was macht eine gute Wanderhose aus?

Auch bei den Wanderhosen gilt: keine Baumwolle! „Meine Jeans ist doch so bequem!“ Werden viele denken. Am Anfang einer Wanderung mag die Jeans noch bequem sein, doch auch hier kann das Material der Jeans Probleme machen. Die Baumwolle saugt sich mit Feuchtigkeit voll, kann diese aber nicht weiterleiten. Die Hose fühlt sich feucht an, kann zu Scheuern beginnen, da Baumwolle auch im nassen Zustand „härter“ wird. Spätestens bei einer kleinen Pause wird es unangenehm, wenn etwas Wind aufkommt. Am Berggipfel ist fast immer etwas Wind. Mal mehr, mal weniger. Es bietet sich auch an, bei den Hosen zu funktionellen Materialien zu greifen.

Die Damen- und Herrenwanderhosen sind alle aus schnelltrocknenden Materialien gefertigt. Die Schnitte sind entsprechend der Bewegung beim Wandern optimiert. Das Bein muss häufig stärker abgewinkelt werden oder ein langer Schritt ist notwendig. Eine hohe natürliche Steinstufe ist zu bewältigen, oder ein kurzes Stück führt sehr steil den Weg hinauf. Die Hosen geben durch den Materialmix mehr Bewegungsfreiheit und sind elastischer durch einen höheren Elastananteil. Bei vielen Hosen können die Hosenbeine im Kniebereich oder Wadenbereich mittels eines Reißverschlusses abgenommen werden. Eine 2in1 Hose: lange Hose und kurze Hose in einem Modell. Das ist oft sehr praktisch, wenn sich beim Aufstieg die lange Hose zu warm anfühlt, kann schnell eine kurze Wanderhose daraus gemacht werden oder umgekehrt bei kühleren Temperaturen. Die Wanderhose muss nicht nur beim Gehen gut passen und die notwendigen Bewegungsfreiheiten zulassen, auch beim Sitzen sind hierbei Ansprüche zu erfüllen: Der Bund darf nicht zwicken, schon gar nicht nach einem leckeren Essen bei einer der vielen Einkehrmöglichkeiten.

Weiterhin sollte das Material sehr scheuerbeständig und robust sein. Oft ergibt es sich beim Wandern, dass man eine besonders reizvolle Stelle gefunden hat und etwas rasten möchte. Mit einer strapazierfähigen Wanderhose kann man sich auf einem Stein oder Baumstamm niederlassen ohne Angst haben zu müssen, dass das Material einen Schaden nimmt. 

Ein Praxistipp: Ein Sitzkissen als Accessoire kann sehr angenehm sein, da so ein Kissen auch vor der Kälte beim Sitzen schützt. 

Für die optimal passende Outdoorhose gibt es auch für Damen und Herren Modelle in Kurzgrößen, Normalgrößen oder auch Langlängen. Die Schnitte sind hier optimiert in der Länge der Beine. So findet jeder seine optimal sitzende und funktionelle Wanderhose.

 

Was ist eine Funktionsjacke?

Eine Funktionsjacke hat, wie der Name schon sagt, eine Funktion bzw. mehrere. Beim Sport, beim Wandern und in der Freizeit wirken immer Witterungseinflüsse auf uns ein. Gegen Regen und Wind schützt uns eine Membranjacke optimal. Gute funktionelle Wanderjacken für Damen und Männer lassen auch die Feuchtigkeit in Form von Dampf beim Sport von innen nach außen durch. Häufig werden hier Membranen verwendet wie GoreTex, Aquamax bei McKinley Produkten, Sympatex oder auch Derzimax. Ebenso werden poröse Beschichtungen von Oberstoffen verwendet. Dank dieser porösen Membranen oder porösen Beschichtungen kann der Wasserdampf, von der Haut weg bis an die Umgebungsluft, seinen Weg fast ungehindert gehen. 

Die modernen Stoffe bei Wanderjacken sind winddicht, wasserdicht und "atmungsaktiv" (wasserdampfdurchlässig).

Sind Wanderjacken wasserdicht?

Die Membranen in funktionellen Wanderjacken haben alle eine geniale Eigenschaft: Sie halten den Regen von aussen ab und man bleibt drunter trocken, die Membranen der Jacken können aber den beim Sport entstehenden Wasserdampf nach aussen transportieren. Membranen sind eigentlich durchlässig oder auch porös, also keineswegs komplett geschlossen. Trotzdem sind diese Jacken wasserdicht. Die Wasserdichtheit wird auch häufig über eine Angabe zur Wassersäule definiert: Ab einer Wassersäule von 5.000 mm  verfügt man schon über einen guten Regenschutz. Bei einer 10.000er Wassersäule kann die Jacke auch schweren Regen abhalten. Je höher die Wassersäule, desto wirkungsvoller ist der Nässeschutz von aussen.

Wie funktioniert das mit der Atmungsaktivität?

Die Membranen haben mikrokleine Öffnungen. So klein, dass ein Wassertropfen nicht hindurch kann, aber ein Wasserdampfmolekül, welches viel kleiner als ein Tropfen ist, leicht „durchschlüpfen“ kann. Das funktioniert aber nur, wenn alle Bekleidungsschichten aufeinander abgestimmt sind. Wird z.B. auf der Haut bereits Baumwolle getragen, kann die Feuchtigkeit nicht weiter transportiert werden, da die Baumwolle die Feuchte bereits in der Faser speichert. Andere funktionelle zum Sport geeignete Materialien speichern diese Feuchtigkeit nicht, sondern machen den Weg für ein Wasserdampfmolekül frei. 

Kann man Atmungsaktivität auch sehen?

Bei bestimmten Bedingungen ja. Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Ein Jogger geht bei kalten Temperaturen im Regen zum Laufen. Bei diesen ungemütlichen Verhältnissen zieht der Jogger eine Funktionsjacke an. Eine winddichte und wasserdichte Membranjacke. Der Jogger schwitzt. Wenn der Jogger jetzt stehen bleibt, ist sein Körper ja noch mit schwitzen beschäftigt durch die sportliche Anstrengung. Wenn man jetzt genau im Bereich der Schultern sich den Sportler anschaut, kann man erkennen, wie der Dampf aufsteigt, ähnlich wie der sichtbare Wasserdampf beim Ausatmen wenn es sehr kalt ist. Bei größeren Temperaturunterschieden zwischen Körpertemperatur und Umgebungstemperatur funktioniert das am besten. 

Wieviel Grad Unterschied zur Umgebungstemperatur sollten sein?

Es sollte mindestens ein Temperaturgefälle von 15 Grad Celsius herrschen, damit es optimal funktioniert. Es gibt auch unterschiedliche Leistungsstufen der einzelnen Membranhersteller. Bei Jacken für einen hohen Aktivitätslevel müssen diese Jacken den Wasserdampf auch schneller abtransportieren können. Da wird häufig der RET-Wert oder MVTR Wert angegeben. Am häufigsten ist der MVTR-Wert zu finden. Beispiel: 10.000g/m²/24h dies besagt, dass über einem Quadratmeter Stoff in 24 Stunden 10.000 g Wasser durchdampfen können. Da spricht man schon von einer guten Wasserdampfdurchlässigkeit. Ab einem Wert von 20.000g/m²/24h von einem exzellenten Wert. Häufig wird das auch vereinfacht angegeben: Atmungsaktivität 10.000

 

Welche Schuhe soll ich zum Wandern nehmen?

Das hängt von mehreren Faktoren ab, dennoch kann man vereinfacht folgende Empfehlung geben: Je unwegsamer der Weg auf Grund vieler Bodenunebenheiten, felsigem Untergrund, vieler Steine, Wurzeln etc. umso fester sollte das Schuhwerk sein. Im Zweifelsfall lieber den stabileren Schuh wählen.

Wanderschuhe McKinleyWarum stabile Wanderschuhe?

Nun, am Anfang von der Wanderung ist der Körper noch fit, die Muskulatur arbeitet zuverlässig und die Konzentration ist noch vorhanden. Bei längeren Touren kann es schon mal vorkommen, das die Konzentration nicht mehr so vorhanden ist und die Muskulatur im Bein schon müde wird. Jetzt steigt der Gefahrenpegel. Schnell rutscht man auf einem rutschigen Untergrund, oder kippt mit dem Fuß von einem wackeligen Stein. Die Muskulatur kann eventuell die plötzliche Bewegung nicht mehr stabilisieren, der Fuß knickt um, eine Verletzung kann entstehen.

Ein gut abgestimmter Bergschuh kann da schon öfter mal die Rettung sein. Durch die stabilen Sohlen und dem stabilen Schaft der Wanderschuhe wird das Sprunggelenk gut gestützt und häufig kann der Schuh mit höherem Schaft ein Umknicken oder eine Verletzung verhindern. Die Wanderung ist durch die Schutzfunktion der Wanderschuhe gerettet. Bei zu instabilen Schuhen braucht auch die Fußmuskulatur bei steinigen Wegen deutlich mehr Kraft. Eine (zu) weiche Sohle gibt dem Fuß zu wenig Stütze im Auftritt, die Sohle biegt sich stark durch und die Fußmuskulatur muß deutlich mehr arbeiten um über dieses Hindernis drüber zu gehen. Dies kann wieder zu einer schnelleren Ermüdung der Fußmuskulatur führen und eine Verletzung kann schneller erfolgen.

 

Was für ein Profil sollten die Sohlen der Wanderschuhe haben?

Der Wanderschuh geht im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Durch aufgeweichte Erde, über festen Fels, nassen Stein, rutschige Wegstellen… Die Sohlen der Wanderschuhe sind hier auf verschiedene Anforderungen bestens abgestimmt. Durch unterschiedliche Profilformen, Gummimischungen und unterschiedliche Steifigkeiten der Sohlen gibt es optimal abgestimmte Wanderschuhe. Ein Wanderschuh für sehr felsigen Untergrund hat andere Anforderungen als ein Schuh, der auf leichten Waldwegen zum Einsatz kommt. Griffig muss das Profil immer sein!

Brauche ich eine Einlegesohle im Wanderschuh?

Im Originalzustand der Schuhe sind Einlegesohlen eingelegt. Diese Sohlen sollen möglichst vielen Füßen passen. Deswegen haben sich die meisten Hersteller der Outdoorschuhe dafür entschieden den Einlegesohlen meist wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Häufig sind mit textilüberzogene geschäumte Einlegesohlen mit einem angedeuteten Fußbett in den Schuh eingelegt. Doch die Natur wollte es so, dass die Füße der Menschen nicht alle gleich sind. Breite Füße, schmale Füße, Füße mit hohem Fußrücken, Füße mit flachem Längsgewölbe usw. Man kann schon erkennen, eine Sohle für alle Fußformen gibt es nicht.

Eine perfekt abgestimmte Einlegesohle erfüllt mehrere Aufgaben: Entlastung der Fußmuskulatur, Reduzierung der Belastung auf das Quergewölbe und Längsgewölbe des Fußes. Durch diese Entlastungen ist der Fuß für lange Touren optimal versorgt. Auch beugt es Problemen vor, wie zum Beispiel Druck auf den Zehengrundgelenken: Beim Wandern wird der Fuß viel belastet und das Quergewölbe, die natürliche Entlastung der Zehengrundgelenke, wird überbelastet. In der Folge sackt das Quergewölbe vom Fuß in der Breite durch und der Fuß braucht mehr Platz im Schuh. Das Zehengrundgelenk vom kleinen Zeh drückt dann meist stark von innen an den Schaft des Schuhs. Der Schuh wird zu eng. Auch die Zehengrundgelenke zwischen Großem Zeh und Kleinem Zeh sinken ab und drücken auf die Einlegesohle. Ein Sohlenbrennen im Vorfuß ist häufig unangenehm bis schmerzhaft zu spüren. Bei einer guten Beratung für Wanderschuhe wird der Fuß in seiner Form betrachtet, analysiert und die Beratung von Einlegesohlen für die Schuhe fließt mit ein.

Welcher Schuh ist der beste Wanderschuh?

Die Frage ist einfach zu beantworten, aber in der Praxis nicht immer leicht zu finden: Der beste Wanderschuh ist der, der am besten paßt! Das eigene Gefühl sollte immer beim Schuhkauf mitentscheiden. Gutes Verkaufspersonal versucht die Bedürfnisse des Kunden zu ermitteln und gibt wertvolle Tipps beim Schuhkauf. Am besten immer auch schon vor dem Kauf überlegen, in welcher Region oder für welchen Untergrund man den Schuh nutzen möchte. 

 

Wann probiere ich am besten Wanderschuhe?

Gleich am Morgen probieren? Oder mittags? Oder doch lieber am späten Nachmittag? Der ideale Zeitpunkt hängt von den eigenen Tagesabläufen ab. Der Fuß verändert sich im Laufe des Tages. Durch Belastungen wie Stehen, Gehen, Spazieren, Joggen usw. wird unser Fuß stärker belastet und dadurch auch stärker durchblutet. Durch die stärkere Durchblutung weiten sich die Blutgefäße, der Fuß nimmt etwas an Volumen zu, bzw. „schwillt“ etwas an. Weiterhin dehnen sich die Sehnen im Fuß etwas mit zunehmender Belastung, das Längsgewölbe senkt sich etwas ab und dadurch wird der Fuß auch etwas länger. Darum hat man am Abend meist größere Füße als morgens nach dem Aufstehen. Der ideale Zeitpunkt zur Anprobe von Schuhen ist also für die meisten Personen der späte Nachmittag oder z.B. nach einer Sporteinheit, bei der die Füße richtig belastet wurden. Die optimale Größe läßt sich zu diesem Zeitpunkt auch finden, denn speziell Wanderschuhe brauchen mehr Platz an den Zehen, damit die Zehen beim Bergabgehen nicht innen an der Schuhspitze anstoßen. 

 

Warum bekomme ich in meinen Schuhen blaue Zehennägel?

Die Antwort ist meist sehr einfach: Der Schuh ist zu klein, bzw. zu kurz. Oder die Zehenbox hat die falsche Form. Zu spitze Zehenboxen können bei einem breiteren Vorfuß die Zehen quetschen. Die gewählte Schuhgröße kann nicht den sich verändernden Fuß berücksichtigen und/ oder der Fuß rutscht zu stark im Schuh nach vorne. Bei einer guten Fachberatung wird die richtige Schuhgröße auch mittels Teststrecken, Rampen oder ähnlichem überprüft. So hast Du später keine Probleme, auch nicht bei längeren Wanderstrecken.

 

Warum bekomme ich Blasen in meinem Bergschuh?

Hier können verschiedene Ursachen auch in der Kombination auftreten. Der Schuh ist zu klein: Beim Abrollen kann sich der Fuß im Schuh nicht strecken, er wird durch die zu kleine Schuhgröße regelrecht im Schuh längs eingequetscht. Die Folge ist, dass beim Abrollen die Fersenschale an der Haut im Bereich Ferse „zieht“. Durch die vielen Schritte ist die Haut in der Elastizität bzw. in der Strapazierfähigkeit irgendwann überfordert. Es bilden sich leichte Schäden in der Hautstruktur, Blasen entstehen, welche zu einer Ablösung der oberen Hautschicht führen. Auch eine zu enge Fersenschale kann zu Blasen führen. Weitere Ursache sind die falschen Socken im Bergschuh.

 

Welche Socken soll ich im Bergschuh tragen?

Funktionelle Wandersocken! Bei der Sockenwahl für Wanderschuhe kann man viel falsch machen. Der Fuß wird beim Berggehen stark beansprucht, der Fuß schwitzt und gibt Feuchte in Form von Schweiß ab. Die optimalen Wandersocken erfüllen mehrere Funktionen: Der Materialmix sorgt für ein gutes Feuchtemanagement, das heißt die Socke kann den entstehenden Schweiss von der Haut aufnehmen und an die Sockenoberfläche transportieren. Je nach Schuh sitzt gleich unter dem Innenfutter eine Membrane wie Goretex oder der Schuh hat ein Lederinnenfutter. Beide Innenfuttervarianten haben die gleiche Aufgabe: Die Feuchtigkeit wird von der Sockenoberfläche aufgenommen und in die Nächste Schicht vom Schuh transportiert. So kann vermieden werden, dass zu viel Feuchte an der Haut vom Fuß bleibt.

Bei einer Baumwollsocke kann zum Beispiel folgendes passieren: Die Socke saugt sich mit Schweiß voll, kann diesen aber nicht weitergeben, da die Baumwollfasern den Schweiß innerhalb der Faser speichert. Die Socke wird zunehmend nass und die Haut weicht auf. Durch das Aufweichen der Haut verliert die Haut an Elastizität und Strapazierfähigkeit, es können sich Blasen bilden. Baumwolle hat in dieser Situation noch eine andere negative Eigenschaft: Die Fasern werden hart im nassen Zustand. Die Socken können dadurch an der Haut reiben und wieder entstehen ungewünschte Blasen am Fuß. Das Maschenbild bei Wandersocken sollte möglichst fein sein. Ein grobes Maschenbild wie z.B. bei selbstgestrickten Socken kann Druckstellen auf der Haut hinterlassen und ggf. auch scheuern.

 

Was ist entscheidend für gute Wandersocken?

Bei guten Wandersocken ist der Materialmix wichtig für den Feuchtetransport. Meist sind funktionelle Wandersocken aus verschiedenen Materialien wie Polyacryl, Polyamid, Wolle und Polypropylen. Dieser Materialmix sorgt für gute Haltbarkeit der Socken, guten Feuchtetransport und ein angenehmes Klima im Schuh. Die Funktionssocken sind auch an den Fußsohlen, Zehenbox, Ferse und Achillessehne verstärkt um den Fuß im festen Wanderschuh optimal zu betten. Je fester der Wanderschuh, umso dicker darf die Polsterung der Socken sein. Die Polsterungen sind meist auch asymmetrisch angebracht für eine optimale Passform und die Socken durch eine Markierung als rechte oder linke Socke markiert.

Eine gute Wandersocke sorgt auch gleich bei der Anprobe für eine ganz anderes, viel angenehmeres Tragegefühl vom Schuh. Am besten gleich bei der Anprobe mit guten Wandersocken die Schuhe anprobieren. Die Schaftlänge der Socke sollte länger sein, als die Schafthöhe vom Wanderschuh. Also der Wandersocken ragt aus dem Wanderschuh heraus. Endet der Sockenabschluss innerhalb des Wanderschuhs, kann es zu Druckstellen oder Reizungen der Haut im Bereich vom Sockenbündchen kommen.

 

Brauche ich Wanderstöcke?

Wanderstöcke haben alle etwas gemeinsam: Durch den Stockeinsatz verlagere ich viel Belastung und Gewicht auf den Stock, welche der Körper sonst verarbeiten muss. Dieser entlastende Effekt wird häufig unterschätzt. Am besten werden immer zwei Stöcke eingesetzt. Durch richtigen Einsatz der Stöcke beim Gehen (linker Fuß und rechter Stock setzt auf, dann im Wechsel rechter Fuß und linker Stock) wird viel Gewicht und Belastung auf die Stöcke verteilt. Allein dadurch werden Gelenke wie Knie, Hüfte und Wirbelsäule enorm entlastet. Schon beim Bergaufgehen erfüllen die Stöcke die entlastende Wirkung auf die Gelenke.

Durch den Stockeinsatz entsteht auch ein zusätzlicher Haltepunkt, welcher dem Wanderer mehr Sicherheit beim Gehen gibt. Beim Bergabgehen wirkt sich für viele die positive Wirkung der Stöcke noch stärker aus. Mit den Trekkingstöcken kann man das Bergabgehen bei steilen Stücken etwas abbremsen und die Kniegelenke werden deutlich entlastet. Bei großen Naturstufen welche man absteigen muss, geben die Stöcke viel Sicherheit, da man sich auf die Stöcke optimal stützen kann.

Die notwendige Sicherheit beim Gehen erfüllt eine Hartmetallspitze an den Stöcken. Auf Stein, Eis oder Schnee findet die Spitze von guten Wanderstöcke immer sicheren Halt. Besonders auch bei Touren mit schwerem Rucksack sind die Stöcke wichtige Begleiter. Das Tragen von schwerem Gewicht ist schon anstrengend genug, mit den Wanderstöcken wird es etwas leichter, da das Gewicht beim Gehen über die Arme auch an die Stöcke weitergeleitet wird, die Wirbelsäule und die Haltemuskulatur wird entlastet. Durch weniger Belastung ist die Muskulatur und der Körper leistungsfähiger und ermüdet nicht so schnell. Wanderstöcke entlasten.

Wie stelle ich die Wanderstöcke richtig ein?

Eine Faustregel besagt: Die richtige Länge vom Stock ergibt sich beim Abwinkeln der Arme. Der Unterarm sollte in etwa im rechten Winkel zum Oberarm sein und leicht nach oben geneigt. Das wäre zum Gehen für viele eine angenehme Länge. Rechnerisch kann man die Länge auch ermitteln: Körpergröße * 0,7= empfohlene Länge.

Die Trekkingstöcke sind in der Regel alle in der Länge verstellbar. Bei steilen Stücken kann die Länge bergauf auch einmal ein bis zwei Zentimeter kürzer sein, bei steilen Stücken bergab entsprechend auch länger. Meistens kommen bei den Stöcken mittlerweile Klemmhebelsysteme für die Verstellung der Stocklänge zum Einsatz. Ein kleiner Handgriff löst den Klemmhebel, die Stöcke lassen sich leicht verschieben und beim Festdrücken des Klemmhebels sind die Stockteile wieder fest fixiert. Auch Schraubdübelsysteme sind häufig bei den Wanderstöcken vertreten. Durch Drehen eines Stockteiles kann ich die Fixierung lösen, den Stock in der Länge verstellen und durch Drehen in die andere Richtung wieder feststellen. 

 

Ich packe meinen Rucksack, aber was ist zu bachten?

Wie muss ein Rucksack richtig sitzen? Der perfekte Rucksack sitzt optimal an den Schulterriemen. Das heißt der Schulterriemen legt sich perfekt um die Schulter des Trägers, ohne dass er am Rücken zu weit wegsteht. Im Nackenbereich dürfen die Riemen nicht drücken oder scheuern. Die Schulterriemen müssen flach, über die ganze Riemenbreite an den Schultern aufliegen. Das Gewicht im Rucksack verteilt sich angenehm auf den Körper. Bei vorhandenem Hüftgurt sollten die Hüftflossen perfekt auf den Hüftknochen des Trägers sitzen. Das alles hängt aber auch von der Größe des Rucksackes ab. Kleine Rucksäcke haben meist keinen Hüftgurt oder nur einen Behelfsriemen.

Die Rucksackformen unterscheiden auch den Körperbau von schmalen und breiten Schultern, kurzen oder langen Rückenformen. Das wichtigste ist auch bei den Rucksäcken eine Anprobe. Am besten sind Rucksackgewichte bei der Anprobe vorhanden, um die optimale Passform zu testen. Je größer ein Rucksack ist, umso wichtiger ist die optimale Passform, da mit der Größe des Rucksackes in der Regel auch das Tragegewicht zunimmt. Schwere Sachen nicht ganz nach unten oder ganz nach oben packen, da dies zu schnellerer Ermüdung führt, oder der Rucksack beginnt im Hüftbereich zu scheuern. Zwischen den Schultern und oberhalb des unteren Viertels vom Rucksack wäre der optimale Platz für die schweren Ausrüstungsgegenstände. Das Gewicht befindet sich dann über dem Körperschwerpunkt und ist am leichtesten zu tragen.

Für große, mehrtägige Touren ist ein Rucksack mit einem Packvolumen von meist über 50 Litern Inhalt notwendig.

Wie groß muss ein Rucksack sein? Das hängt ganz stark vom Einsatz ab. Ein Fahrradrucksack hat meist nur wenige Liter Fassungsvermögen, da der Rucksack nur leichtes, kleines Gepäck wie eine Jacke als Windschutz beinhaltet. Beim Wandern braucht der Wanderucksack in der Regel mehr Volumen. Ersatzshirt, Jacke, Brotzeit, erste Hilfe Pack, Trinkflasche und noch das eine oder andere wird mitgenommen. Da ist für eine einzelne Person schnell eine Rucksackgröße ab 20 Liter Inhalt notwendig. Sind mehr Personen gemeinsam unterwegs, kann die Ausrüstung auch aufgeteilt werden. Für Touren mit Übernachtung können schon Rucksackgrößen ab 40 Liter aufwärts notwendig werden. Die Größe ist aber nicht immer das entscheidende Kriterium bei den Rucksäcken, die Passform ist noch viel wichtiger. Nur ein gut sitzender Rucksack trägt sich gut. Größere Rucksäcke haben meist auch mehr Taschen bzw. Verstaumöglichkeiten

Ein Tipp aus der Praxis: Es gilt für das Packen immer folgende Regel: „Lass überflüssiges zu Hause und nimm nur das mit, was Du unbedingt brauchst.“ Jedes eingepackte Gramm Material muss getragen werden.

 

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